naturdokumentationen



MAGHREB - Gefangen in Vielfalt 

Teil 1: Das Tor nach Europa

 

45 Minuten für ARTE/BR/SWR/NDR/ORF

In Produktion bis 2020

Produktion: ruebefilm

 

Auf der nordafrikanischen Seite der Meerenge von Gibraltar fällt der Meeresboden in einen tiefen Graben bis zu 2000 Meter ab. Die Mischzone aus Atlantik- und Mittelmeerwasser schafft an der Küste eine besonders artenreiche Unterwasserwelt. Sie ist Wanderroute und Fanggrund für ziehende Fische und Meeressäuger. Marokkanische Kleinfischer und Killerwale liefern sich hier jeden Sommer einen dramatischen Showdown um die Thunfische. 

Aber auch an Land und in der Luft finden sich ökologische Hotspots. Zwischen Marokko und Südspanien ist eine von drei Vogelzugrouten zwischen Afrika und Europa. Im Frühjahr konzentrieren sich auf marokkanischer Seite Millionen von Raub-, Stelz-, Wat- und Singvögeln, um zu rasten, zu fressen, sich zu stärken und auf günstige Winde für die bevorstehende Mittelmeerüberquerung zu warten. Einigen ist die weitere Reise zu mühsam, sie beginnen vor Ort mit dem Nisten. Denn sie finden hier beste Bedingungen:

Der regenreiche Poniente peitscht vom Atlantik her über den Norden Marokkos und staut sich an den Gebirgszügen. Drei große Erhebungen fangen die Wolken ein: Das Rifgebirge im Norden, der Mittlere Atlas und der Hohe Atlas in Zentralmarokko. Die Berge sind Inseln des Lebens inmitten des vom Regen vernachlässigten Flachlandes und Heimat Hunderter oft endemischer Reptilien, Amphibien und Säugetiere.

Auch entlang und an den Deltas der aus den Bergen in riesigen Wasserfällen zu Tal stürzenden Flussläufe findet sich ein überraschender Reichtum an tierischen Migranten, Siedlern und tropischen Relikten einer längst vergangenen Zeit – nicht selten die letzten ihrer Art.

Bernhard Rübe                       Buch, Regie und Kamera

Manolo Castro                         zusätzliche Kamera

Dietrich von Richthofen       Mitarbeit

 


MAGHREB - Gefangen in Vielfalt

Teil 2: Leben in der Wüste

 

45 Minuten für ARTE/BR/SWR/NDR/ORF

In Produktion bis 2020

Produktion: ruebefilm

 

Über- oder unterirdisch fließende Wasseradern graben spektakuläre Schluchten, schaffen fruchtbare Täler und Wassertümpel, an denen sich die Wüstentiere einfinden. Ausgehend vom berühmten Hollywood-Drehort Ouarzazate am Fuße des Atlas, der nach Jahren des Brachliegens nun von den tierischen Wüstenbewohnern zurückerobert wird, wird die Region zunehmend karger und lebensfeindlicher. Hier sind Spezialisten gefragt. In den Akazien-Savannen hat sich ein eng aufeinander abgestimmtes Nahrungsnetz etabliert.

Wüstenluchs, Wüstenfuchs, Sandkatze und Wüstenuhu sind Jäger von Sandvipern, Waranen und Wüstenskorpionen.

Die Savannen werden nach Süden hin immer mehr von Wanderdünen überrollt.

 

Der Wadi Drâa, ein periodisch austrocknendes Flusssystem mit Ursprung im Hohen Atlas, der sich bis hierher als letzter unbeugsamer Wasserspender für Kamelkarawanen und Datteloasen vorgekämpft hat, versickert endgültig und muss sich den unendlichen Weiten der Sahara geschlagen geben.

 

Bernhard Rübe                       Buch, Regie und Kamera

Manolo Castro                         zusätzliche Kamera

Dietrich von Richthofen       Mitarbeit

 


SPANIENS WILDER SÜDEN

Teil 1: Eroberer

 

45 Minuten für ARTE/BR/SWR

2018

Produktion: ruebefilm

intro angucken 

Südspanien ist aufgrund der Nähe zu Afrika ein Ort ständigen Wandels. Jahrhunderte der Migration und Neubesiedlung prägten Kultur und Natur Andalusiens gleichermaßen. Afrikanische Tierarten kamen zu Zeiten arabischer Herrschaft im Mittelalter an die südspanischen Küsten und fanden dort ein neues Zuhause. 

Die Berberaffen von Gibraltar sind das prominenteste Beispiel, sie gelten bis heute als Hüter der britischen Kronkolonie. Doch im Hinterland der Küste siedelten in dieser Zeit weit weniger bekannte, heimliche Tiere.

 

 

Wie konnten sich Ginsterkatze und das Ichneumon, eine Mangustenart, hier dauerhaft behaupten? Welche Möglichkeiten bietet das landschaftliche Mosaik Andalusiens für Gottesanbeterin und Chamäleon?

Anpassungsfähigkeit ist der Schlüssel, neue Lebensräume zu erobern. Das gilt ebenso für die Zugvögel wie Schwarzmilane, Gänsegeier, Störche oder Zwergadler. Die strapaziöse Überquerung der Meerenge von Afrika in Richtung Europa endet für einige aufgrund von Stürmen und Wetterumschwüngen tödlich. Dennoch schaffen es jedes Frühjahr Hunderttausende an die südspanischen Küsten, um hier zu brüten oder ihre Nistplätze weiter nördlich suchen. 

Wenn Eroberer und Wanderer ihre Nischen in Korkeichenwäldern, Marismas oder in den Felswänden des Hinterlandes suchen und finden, steht auch die alteingesessene Tierwelt vor Herausforderungen – die Karten werden neu gemischt, neue Räuber-Beute Beziehungen entstehen. 

Wer wann vom Wanderer zum Eroberer wurde, wer hier wann genau ankam, weiterzog oder blieb, lässt sich für viele Tiere gar nicht genau sagen. Denn der Ist-Zustand ist ein Ergebnis von Besiedelung, Anpassung und Veränderung. Jeder Augenblick ist hier nur eine Momentaufnahme, aus der sich schon bald etwas Neues entwickeln wird.

 

Bernhard Rübe                   Buch und Regie

Manolo Castro                               Kamera

Magnus Schmitz                             Schnitt

Steffen Kaltschmid                          Musik


SPANIENS WILDER SÜDEN

Teil 2: Rückkehrer

45 Minuten für ARTE/BR/SWR
2018

Produktion: ruebefilm

intro angucken 

Tiere, die sich in einem Lebensraum über Jahrtausende gegen andere Arten behaupten

müssen, werden oft zu Nahrungsspezialisten. Die Strategie, sich im Jagdverhalten auf ein bestimmtes Beutetier zu fokussieren, mündet jedoch in eine Räuber-Beute Abhängigkeit. Kommt es zu dramatischen Veränderungen in der Umwelt oder bricht die Beutepopulation weg, sind solche Spezialisten oft nicht in der Lage, sich umzustellen. Sie hungern und sterben. 

 

 

 

Das gilt auch für seltenste Raubkatzenart der Welt – den Iberischen Pardelluchs. Seine Beute besteht bis zu 90% aus Wildkaninchen. Die Formel lautet: Keine Kaninchen – keine Pardelluchse. Anfang des letzten Jahrhunderts bevölkerten noch über 5000 Luchse die Iberische Halbinsel. Dann kamen, zusätzlich zu rücksichtslosem Jagd- und Siedlungsverhalten des Menschen, zwei verschiedene Seuchen über das Land, die fast die gesamte Kaninchenpopulation Spaniens dahinrafften. Zur Jahrtausendwende waren gerade einmal 100 Luchse übrig. 

Den iberischen Kaiseradler, den ehemaligen Herrscher der Lüfte über den südspanischen

Gebirgszügen, hat ein ähnliches Schicksal ereilt. Heute gibt es gerade noch 250 Paare des majestätischen Greifvogels mit einer Flügelspannweite von über zwei Metern.  

Der Bartgeier war in Südspanien schon komplett ausgestorben, Hauptursache ist hier das illegale, aber immer noch weit verbreitete Auslegen von Giftködern gegen verwilderte Hunde und Katzen oder Füchse und Ratten. Frisst der Nahrungsspezialist Knochen derart verendeter Tiere, stirbt er selbst daran. Nun wird er in einem aufwendigen Projekt mühsam wieder angesiedelt. 

 

In Spanien findet ein Sinneswandel statt - man ist sich bewusst: wenn nichts passiert, verschwinden diese vom Aussterben bedrohten Arten für immer von der Erde. Mit den Populationen geht es aufgrund der Schutzmaßnahmen langsam wieder aufwärts, auch der Bartgeier profitiert. Doch das Überleben dieser Arten ist noch lange nicht gesichert.

 

Bernhard Rübe                                Buch, Regie und Kamera

Manolo Castro                                 zweite Kamera

Magnus Schmitz                             Schnitt

Steffen Kaltschmid                        Musik


WUNDER DER KARIBIK: Die Rückkehr der Blumentiere

THE CARIBBEAN: Corals and Quetzals

 

45/52 Minuten für ARTE/BR/SWR/ORF/NDR

2016/2017

Produktion: ruebefilm

Ausschnitt angucken 

Dieser Teil der fünfteiligen Serie "Wunder der Karibik" stellt an der mittelamerikanischen Karibikküste die Frage, wie schnell sich tropische Lebensgemeinschaften nach weitreichenden Zerstörungen wieder erholen können. Oft erblüht an schon verloren geglaubten Orten binnen kurzer Zeit neues, unerwartetes Leben. Welche Tricks und Wege kennt die tropische Natur, sich anzupassen und Lebensräume zurückzuerobern? 

Unter Wasser tauchen wir ein in die geheimnisvollen Unterwelten der Cenoten und öffnen ein Fenster in die karibische Erdgeschichte und die Erhebung der Landbrücke von Panama. Sie verbindet Nord- und Südamerika bis heute und ließ die Tierwelt dieser Kontinente völlig neu entstehen.

Wir verfolgen eine Korallenlarve auf ihrer Suche nach neuen Siedlungmöglichkeiten auf abgestorbenen Riffen und einen Pflanzensamen auf seinem Weg, erodierte Urwaldböden wieder zurück zu erobern. Beide haben eine Odyssee voller Hindernisse vor sich.

Der schillernde Quetzalvogel steht beispielhaft für die Fragilität und Schönheit der karibischen Natur und wird im Film zum Hoffnungsträger für den Erhalt und neues Leben.

Am Ende steht die Erkenntnis: Die Natur findet immer einen Weg. Doch Millionen Jahre Evolution können nicht in wenigen Jahrzehnten ersetzt werden. Nach einer Zerstörung wird ein Lebensraum nie wieder derselbe sein.

Bernhard Rübe                              Buch, Regie, Kamera und Schnitt

Dietrich von Richthofen.                                                   Mitarbeit

Vanessa Cara-Kerr                        zusätzliche Unterwasserkamera

Jörg Magnus Pfeil, Sigi Müller                                             Musik


SPANIENS WILDER NORDEN

Teil 1: Wolfsschluchten

45 Minuten für ARTE/BR/SWR/NDR

2014

 

 

In der Cordillera Cantábrica, dem Kantabrischen Gebirge, leben mehr als 1500 Wölfe – es ist der einzig verbliebene große Rückzugsort im westlichen Europa. Der Film dokumentiert, wie die Verständigung im Familienverband bei Jagd und Jungenaufzucht funktioniert, wie Rangkämpfe ausgefochten werden und wie die Jungen langsam in die Sozialstruktur des Rudels eingeführt werden. 

Der Film zeigt eindrucksvoll, dass ein einzelner Wolf bei der Jagd auf Wildtiere kaum eine Chance hat und erhärtet so den Verdacht, dass Wolfsabschüsse den Konflikt zwischen Viehhaltern und Wölfen erst verstärken: Werden eingespielte Familienverbände durch das Töten der Elterntiere auseinandergerissen, entstehen vermehrt Einzelgänger. Diese gehen aus der Not heraus auf Schafe oder andere Nutztiere.

 

 

 

 

Einige der Erkenntnisse und Rezepte sind auch auf andere "Einwanderungsländer" wie Deutschland und Frankreich übertragbar und dürfen durchaus als Ansporn verstanden werden. Ein fast vergessenes Sprichwort sagt: Wo der Wolf heult, ist der Wald gesund.

Ganz nebenbei lernt der Zuschauer die möglicherweise unbekannteste, wahrscheinlich faszinierendste, mit Sicherheit wildeste Ecke Spaniens kennen.

 

Bernhard Rübe                              Buch, Regie, Kamera 

Dietrich von Richthofen                                 Mitarbeit                                                 

Nina Herdin                                                              Schnitt

Sebastian Pobot                                                  Musik


SPANIENS WILDER NORDEN

Teil 2: Berge der Bären

45 Minuten für ARTE/BR/SWR/NDR

2014

 

 

Von Stürmen und Regen begleitet, frisst sich der Atlantik seit Jahrmillionen mit geballter Kraft in die nordspanische Landmasse und modelliert die mehrere Hundert Kilometer lange Küstenlinie zu Steilklippen und bizarren Felsformationen. Gleich dahinter scheint der Ozean in gigantischen Wellen zu Fels erstarrt. 

Die Kantabrische Kordillere, ein zerklüftetes Faltengebirge, ragt unweit im Landesinnern bis zu 2600 Meter steil in den Himmel. Wie eine Barriere hält sie die regengesättigten Tiefausläufer aus der Biskaya-Bucht auf ihrem Weg nach Süden zurück. Die nordspanischen Provinzen Kantabrien, Asturien und Galizien sind kühl und feucht, aber grün und wild.

Filmemacher Bernhard Rübe fand die Kantabrischen Braunbären zurückgezogen in unberührten Wäldern aus Stein- und Korkeichen, Buchen und Esskastanien, eingebettet in eine Urlandschaft aus Kalktürmen, tiefen Schluchten und klaren Flüssen. In über zwei Jahren Drehzeit gelang es, noch nie gefilmtes Verhalten wilder Kantabrischer Bären in Kinoqualität zu dokumentieren. Wie Bärenmütter ihren Nachwuchs vor den Männchen schützen, ihre Höhlen polstern, nach Ameisen, Blättern, Früchten und Beeren suchen. Wie sie vom Wintereinbuch überrascht werden. 

 

Der Film zeigt, wie sich die Männchen bei der Partnersuche gegenseitig übervorteilen, dabei jedoch alles nach dem Willen des Weibchens geschieht. Aus Sicht eines großen Männchens, eines „alten Kämpfers“ mit abgerissenem Ohr, geht die anstrengende Paarungszeit gründlich schief.

 

Bernhard Rübe                              Buch, Regie, Kamera 

Dietrich von Richthofen                                 Mitarbeit                                                 

Nina Herdin                                                              Schnitt

Sebastian Pobot                                                  Musik


BIG FIVE Südamerika: Der Andenbär

45 Minuten für ARTE/BR/SWR

2012

 

 

Der Andenbär ist ein liebenswerter Pflanzenfresser, der den ganzen Tag auf Zweigen der Urwaldbäume herumklettert und Bromelien nascht. Soweit die bisherige Lehrmeinung. 

In jüngster Zeit mehren sich Berichte, der Andenbär ziehe in ganzen Clans in die niederen Lagen der Hochanden, um Maisfelder zu plündern und kaltblütig Weidevieh abzuschlachten -die Andenbauern damit um ihre Existenz zu bringen. Die logische Konsequenz: der Andenbär wird verfolgt, abgeschossen, zurückgedrängt. Was ist wahr an den Geschichten über die blutrünstigen, zu Fleischfressern gewordenen Vegetarier? Wir sind unterwegs mit den Bärenschützern Armando und Andrés im Nebelwald der Hochanden.

 

Bernhard Rübe                             Koautor und  Kamera 

Bernd Strobel                                Koautor und Ton